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Neujahrsempfang 2018

Der Presse-Club Baden-Baden lud am Freitag, 5. Januar, zum traditionellen Neujahrsempfang nach Baden-Baden ein.

Im Rahmen des Empfangs überreichten wir Spendenschecks in Höhe von 3000 Euro. Zwei mal 1000 Euro gehen an die Arbeiterwohlfahrt, einmal für das Ferienprojekt, bei dem durch unseren Zuschuss auch Kinder von Flüchtlingen teilnehmen können, und für die Schultütenaktion, über die Kinder von Hartz-IV-Empfängern Schulranzen, Sporthosen und Sportschuhen, Stifte und Pinsel erhalten. Weitere 1000 Euro gehen an den Caritas-Verband für das Projekt „Die Welt in einem Haus“ in der Briegelackerstraße, bei dem mit dort lebenden Kindern intensiv und themenbezogen gearbeitet wird. Es ist ein offenes Angebot, bei dem die Kinder spielerisch Vorurteile gegenüber anderen Kulturen ablegen und Toleranz für das „Anderssein“ üben.

Außerdem ging eine großzügige Spende an den ukrainische Journalisten Alexei Bobrovnikov, der 2017 als Gast der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte auch beim Presse-Club sprach.

Hier können Sie die Eröffnungsrede im Wortlaut nachlesen.

Artikel zum Neujahrsempfang finden Sie im Pressearchiv


Journalist Alexei Bobrovnikov ist in Gefahr

Mitte Oktober war er Gast in unserer Veranstaltungsreihe „Leute, die was zu sagen haben“, nun berichtet die Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte über konkrete Morddrohungen gegen Alexei Bobrovnikov. Der ukrainische Print- und TV-Journalist (36) geriet wegen seiner Recherchen über ein weit verzweigtes Schmuggel- und Geldwäschernetz in den umkämpften ostukrainischen Gebieten in Lebensgefahr. Er war in der Ukraine ein preisgekrönter Reporter.

Es folgt die Pressemitteilung der Stiftung im Wortlaut:

Morddohung gegen Gast der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte

Ein „Rechtsberater“ und ehemaliger Angehöriger der Aufklärungseinheit der 92. Brigade der ukrainischen Armee hat öffentlich die Ermordung des preisgekrönten ukrainischen TV-Journalisten Aleksei Bobrovnikov und anderer gefordert.
Die einzig akzeptable Antwort auf die „Fieberfantasien perverser Drecksäcke wie Tuka, Matios, Kasyanov, Kulik und ihres Hundes Aleksei Bobrovnikov“, so der dekorierte Offizier Leonid Maslov auf seiner Facebook Seite: „Sie müssen sterben. Und zwar schneller als sie glauben.“

Aleksei Bobrovnikov ist seit elf Monaten Gast der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte.

Im Verlauf einer Recherche an der Kriegsfront im Osten der Ukraine war er auf Verwicklungen der ukrainischen Eliteeinheit unter anderem in Schmuggelgeschäfte mit russischen Militärs und Separatisten gestoßen. Nach dem gewaltsamen Tod mehrerer seiner Quellen erhielt Bobrovnikov selbst Morddrohungen und musste seine Heimat fluchtartig verlassen. Seine Recherche-Ergebnisse gegen Mitglieder der 92. Brigade wurden von der Militärstaatsanwaltschaft in Kiew nie ausgewertet. Stattdessen wurden die Ermittlungen gegen alle Verdächtigen im vergangenen Oktober überraschend eingestellt.

Die Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte ist empört über diesen öffentlichen Mordaufruf gegen ihren Gast Aleksei Bobrovnikov und andere. Wir erwarten, dass die zuständigen Behörden des EU-Partnerstaats Ukraine Ermittlungen gegen Leonid Maslov einleiten.

Die zuständigen Sicherheitsorgane der Freien und Hansestadt Hamburg werden informiert


 

Ein Kommentar

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